Mittwoch, 4. Dezember

 

Kurze Pause

 

Fliege mal eben nach Hause, etwas Winter tanken.

Bald geht es weiter.

 

Donnerstag, 05. 12.

 

Noch schnell ein Foto von unserer Anaga -Wanderung mit Rosi und Klaus vor meinem Flug nach Berlin

06.-16. 12.

Kurzbesuch in Berlin

6 Monate haben wir mit der SPICA bis Teneriffa gebraucht. Condor flog mich in sportlichen 4 Stunden und 40 Minuten zurück nach Schönefeld.

Ich habe die kalte frische Luft nach Verlassen des Flughafengebäudes bis in die Zehenspitzen inhaliert.

Abgesehen von ein paar dringenden Einkäufen (neue Wanderschuhe, schwarz-weiße Hosen und ein paar Kleinigkeiten) habe ich viele schöne Gespräche geführt, mit meinen Frauen einen Doppelkopfabend genossen, eine Currywurst gefuttert, die Vorzüge des deutschen Gesundheitswesens genutzt, einen Weihnachtsbaum ausgesucht (nur ausgesucht) und ein paar Minuten bei dem Gedanken gekichert, diesen im Flugzeug als Handgepäck mitzunehmen, durch den Mittelgang zu zerren und im Gepäckfach zu verstauen.

Das Schönste waren die vielen Umarmungen mit meinem Kind, meiner Familie und meinen Freunden und die Herzlichkeit und Freude zu erleben, die überall spürbar war.

Am Sonntag besuchten Fritzi, Nicole und ich noch den Weihnachtsmarkt der Domäne Dahlem, tranken einen unglaublich leckeren Bio-Glühwein und eine Rostbratwurst gab es auch (gehört zum Weihnachtsmarkt!).

Vollgestopft mit diesen schönen Erlebnissen und beruhigt in medizinischer Hinsicht flog ich heute Morgen freudig wieder zurück zu meinen zwei Oldies nach Santa Cruz.

 

Auch Teneriffa rüstet sich für das Weihnachtsfest. Der Teide ist schneebedeckt.

 

Dienstag, 17. 12. 2013 – noch 7 Tage bis Heiligabend

Weihnachtsgrüße

Morgen geht es los in Richtung Kapverden. Das bedeutet Heiligabend auf dem Atlantik.

Ohne die Familie, ohne Gans, Rotkohl und Klöße.

Eigentlich wollte ich mir den Schneemann auf den Kopf setzten und Norbert „überreden“ die Elchohren anzulegen. Aber nun geht dieser _elch an ihm vorüber, denn ich habe aus Berlin einen Tannenbaum mitgebracht, in dessen Licht wir unsere Grüße an Euch verpacken.

 

Wir wünschen Euch Allen ein frohes Weihnachtsfest

mit Tannenbaum, vielen Kerzen, im Kreis Eurer Lieben.

18.-24. Dezember

Santa Cruz de Tenerife → Mindelo auf Sao Vicente.

841 nm, Tüpfeldelfine, fliegende Fische, Saharasand

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück und den letzten Arbeiten am Schiff verließen wir am Mittwoch um 11 Uhr den Hafen von Santa Cruz. Rosi und Klaus und die Crew der Vitania winkten uns zum Abschied und tröteten auf ihren Nebelhörnern, ein Signal, daß wieder ein Schiff zur Überquerung des Atlantiks aufbricht.

30 nm bis zum ersten Wegpunkt, etwas südlich von Teneriffa. Eine freundlicherweise ruhige Fahrt, denn nach 10 Wochen mit nur zwei Segeltagen hatte ich schon einige Bedenken was die Seekrankheit angeht.

Wir hielten Ausschau nach den Walen, die hier ganzjährig leben. Aber die faulen Gesellen lagen wahrscheinlich zwischen Gomera und Teneriffa auf dem Rücken, ließen sich den Bauch von der Sonne wärmen und tauchten nur ab und zu, um sich den Magen mit den hier reichlich vorhandenen Calamaris zu füllen. Daß wir gerade die für uns bisher längste Segelstrecke in Angriff nahmen war ihnen …...egal! Dafür zeigte der Teide lange Zeit seinen immer noch schneebedeckten Gipfel. Das war sehr schön.

Die Lichter der Südspitze Teneriffas leuchteten auf, waren aber mit fortschreitender Entfernung immer schlechter zu sehen. Der Mond, fast voll, übernahm die Vorherrschaft, ließ die Sterne verblassen und überzog das Wasser mit einem grau-silbernen Schimmer. Es war nie dunkel, eher wie in einer späten Dämmerung. Die Wellen waren moderat, ca. 2 m. Eine schöne Rückkehr in die Segelei. Zwei ruhige Tage waren angekündigt, dann sollte alles etwas heftiger werden.

Aber Wind und Wellen hatten es eilig und so frischte es am zweiten Abend richtig auf. Wir hatten erstmals unseren Spinnakerbaum in Betrieb. Es war schon sehr aufregend ihn zu setzen, da man sich dabei auf dem Vorschiff aufhalten muß. Im Hafen von Santa Cruz hatten wir dieses Manöver geübt und so klappte alles sehr gut. Der Baum war seitlich durch Vorleine, Bullenstander und Topnant fixiert, die Genuaschot lief durch ein Auge am Ende und konnte nun schnell den Windverhältnissen angepasst werden. Unsere neue Rollfock wurde durch den ebenfalls seitlich fixierten Großbaum ausgestellt (wird als Spinnakerbaum für Arme bezeichnet, ist aber leichter und aus der Plicht heraus zu händeln). Zwei Tage hielt der starke Wind, lt. Meteofrance 6-7 Bft. an, fette Böen kamen dazu. Die Wellen waren ziemlich hoch und in der Plicht wurde man oft und gut gewässert. Das erste Mal stiegen zwei Wellen ein. Ich war ganz schön erschrocken. Es war sehr anstrengend. Alle Muskeln müssen immer arbeiten, zum abstützen, festhalten, wegdrücken, immer!

Am Samstag besuchten uns Delfine der Sorte Atlantic Spotted Dolphin. Sie sind getüpfelt und ihre Haut sieht aus wie das Federkleid junger Seemöwen. Sie waren am jagen, tauchten aus den hohen Wellen, schossen heran und änderten sekundenschnell komplett die Richtung. Sprungfreudige Gesellen. Manch einer sprang komplett aus dem Wasser, wie im Film.

 

 

Die Nachtwachen waren schon besonders. Der Mond ging jede Nacht ca. eine Stunde später auf, (das macht er immer so / Anmerkung N) davor war es ganz schön dunkel zumal dicke Wolken am Himmel die Sterne verdeckten. Die Wache saß angegurtet unter dem Deckshaus auf der Luvseite, hier ist man am besten geschützt und vom Spritzwasser meist verschont.

Die SPICA jagte durch die Wellen, schaukelte, legte sich schräg, „stand“ wieder auf, eilte vorwärts. Ich hatte den Eindruck, es macht ihr so richtig Spaß. Ich habe schon manchmal darüber nachgedacht. Wir sind ja bisher mit vielen Booten gesegelt aber bei ihr denke ich immer an junge Hunde, die mit fröhlich flatternden Ohren durch die Wiesen jagen.

Den ganzen Törn über waren wir umgeben von Saharasand, der rot und feinmehlig das Schiff und die Crew einstäubte. Der Harmattan war am blasen. Die Leinen wurden rotbraun, die Sonne schaffte es morgens nicht durch die dicke Schicht zu scheinen.

Samstag Nachmittag wurde es dann etwas ruhiger und wir saßen erstmals beide wieder in der Plicht. In dieser Zeit hörten wir Teil 1 und 2 aus dem Leben von Casanova im Wechsel mit wunderbarer zeitgenössischer Musik. Historische Gesangs- und Instrumentalmusik, auch viele Opernarien, die sich genial in unser Wasser- und Windszenario einfügten.

Leider wurde abends der Wind wieder stärker und vorbei war es mit der Gemütlichkeit. Erst am Sonntag Nachmittag wurde es langsam ruhiger und am Montag und Dienstag war Traumsegeln angesagt. Die Sonne schien, die Wellen wurden sanfter, schubsten und drängelten nicht mehr so. Auch die Nächte waren erholsamer, man wurde beim Schlafen nicht mehr wie ein Pfannkuchen hoch geschleudert. Montag Mittag starteten wir eine „Duschorgie“. Wieder frisch und sauber begann nun der Endspurt.

 

Wir fingen an zu rechnen: Die restlichen Meilen, unsere Durchschnittsgeschwindigkeit … , wir könnten Mindelo noch am Heiligen Abend erreichen. Norbert „gönnte“ uns noch ein wenig mehr Segel. An den beiden letzten Tagen hörten wir noch Teil 3 bis 6 vom Leben des Casanovas (ein ziemlicher Spinner!) und waren wieder begeistert von Erzählung und Musik. In dieser Zeit sahen wir auch immer öfter fliegende Fische. Schwarmweise oder einzeln flogen sie über die Wellen.

Am Horizont tauchte Sao Antao auf, erst sehr viel später erblickten wir Sao Vicente. Im Sonnenuntergang liefen wir in der Marina ein, banden unseren tapferen Oldie fest, räumten ein wenig auf und tranken ein „Feierabendbier“, von dem wir dem örtlichen Meeresgott, ich nenne ihn auch hier Poseidon, jeder einen großen Schluck opferten. Ein Dankeschön für die sichere Ankunft.

 

Unser Essen am Heiligen Abend war eine Blutwurst-Kartoffel-Zwiebelpfanne. Pfälzer Blutwurst! Wieder gingen unsere Gedanken zu Walter und Carola in die Pfalz, die uns sowohl „das Leben des Casanova“ wie auch die Blutwust gespendet haben. Dazu tranken wir eine Flasche Rosé, unser erster Alkohol seit 7 Tagen. Es haute ganz schön rein!

Ich hatte vor dem Essen noch schnell eine Lichterkette montiert, es wurde richtig weihnachtlich. Meine Schwester gab mir in Berlin eine Tüte mit Weihnachtsgeschenken mit, die wir dann noch auspackten, während mein kleiner Kerzen-Weihnachtsbaum für uns leuchtete. Schöne, praktische Geschenke: Zwei superscharfe Messer, einen Becher Bautzener Senf, ein Rätselbuch „um die Ecke gedacht“, einen USB-Stick, ein Glas Maronenpulver, selbstgesucht, getrocknet und dann gemörsert, eine Geschmacksexplosion für jede Soße. Wir waren begeistert.

Den ganzen Tag war ich in Gedanken bei unseren Berliner Weihnachtsfesten. Jetzt hätte ich dies gemacht, dann das. Frühstück mit den „Kindern“, den Weihnachtsbaum schmücken, noch ein paar Restarbeiten. Dann „warten aufs Christkind“ bis gegen 17 Uhr dann die Familie eintraf. Geschenke auspacken, Weihnachtsessen, spielen und erzählen. Diese Gedanken nun hier, inmitten der sonnenbeschienenen See, bei Temperaturen um 25°C. Irreal!

Gegen 23 Uhr traf uns die Müdigkeit wie ein Hammer. Wir gingen schlafen, gut zufrieden.

Wieder viel erlebt und gelernt, wieder sicherer geworden.


Vordiplom bestanden!

25. Dezember, erste Eindrücke von Mindelo auf Sao Vicente

Freitag, 27. 12.

Im Fischparadies

(Sowohl als auch!)

Die Kapverden liegen 450 km westlich der senegalesischen Küste und 1500 km südlich der Kanaren.

Die Inseln sind Vulkanspitzen eines unterirdischen Gebirgszugs, der sich aus 4000 – 7000 m Wassertiefe aufgetürmt hat, umgeben von sauberem, glasklares Wasser, mit einem immensen Fischreichtum.

Da es hier zwar viele Fischer gibt, aber keine moderne Fischereitechnik, haben die Fische hier ein gutes Leben. Die „wenigen“, die den auf Holzbooten hinausfahrenden Einheimischen ins Netz gehen, erfreuen die Fischfreunde und ernähren die Einheimischen.

Gestern, gegen Mittag, haben wir den Fischmarkt besucht, der aber bis auf ein paar (eklige) Reste total leer gekauft war. Heute nun, nach dem Frühstück, sah das alles ganz anders aus. Abgesehen von den für mich immer noch inakzeptablen rosa Fischen mit den trüben großen Augen gab es nun eine schöne Auswahl. Wir entschieden uns für eine Art Dorade, deren Größe von 60 cm bis zu 1 m schwankte. Frisch geliefert von den Booten sahen diese sehr appetitlich aus. Wir wählten die Kleinste (60 cm) aus. Das Kilo kostet 4 Euro oder 400 ECV ( Escudo Cabo Verde). Unser Fisch wog 2200 g = 800 ECV. Wir wollten ihn filettiert. Die Fischhändlerin schnippste mit den Fingern und ein netter älterer Mann bearbeitete ihn nach Norberts Wünschen. Er berechnete uns 50 ESC.

Hatte ich nicht, nur 100. Er war gut zufrieden, zumal er den Fischkopf und die fleischbesetzte Mittelgräte mit Sicherheit mit nach Hause nahm.

 

 

Die Menschen hier sind zu 70% Mulatten und stammen von den einstigen portugiesischen „Herren“ und den hierher importierten Sklaven ab.
Einige haben blaue oder grüne Augen, manche blondes Kraushaar. Viele haben sehr schöne Gesichter, Andere wieder ein lustiges oder skurriles Aussehen. Ich kann mich nicht satt sehen.

Alle sind freundlich, leider auch sehr arm. Die katastrophale Dürre der Sahelzone in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat seine Auswirkungen auch hier. Nur noch 10% der Inseln sind als Anbaufläche nutzbar, 8% als Weideland. Die Arbeitslosigkeit auf dem Land liegt bei 60%.

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Unsere beiden Filets reichen uns für zwei Tage. Heute Abend habe ich das Erste gebraten. Festes Fleisch, guter Geschmack, ein leckeres Abendessen. Komplettiert mit Kohlsalat. Ab hier muß man wohl aufpassen was man isst. „Schäl es, koch es oder vergiß es“ heißt die Parole. Gestern habe ich noch ohne nachzudenken fünf Tomaten gekauft. Die essen wir noch!!! Dann wird es komplizierter. Frischkost muß sein, also Kohl, Gurken und Kartoffeln.

Heute Nachmittag habe ich mein Dosendepot kontrolliert und neu aufgelistet. Habe ich schon erwähnt, daß ich von meiner Mutter das Hamster-Gen geerbt habe? Bei ihr hätte jederzeit die komplette Mannschaft von Herta BSC zum Essen auftauchen können. Alle wären satt geworden.

Meine Lagerfächer unter den Bodenbrettern sind seit Teneriffa wieder voll. Es fehlen nur ein paar Obstkonserven, da das hier erhältliche Obst und Gemüse sehr traurig aussieht und die Vielfalt stark zu wünschen übrig lässt. Aber!! Die Bananen sind Klasse.

Wir werden es überleben, die Chancen stehen gut.


Ach ja, noch etwas. Die freilaufenden Hunde und Katzen sind nicht ängstlich und relativ gut genährt. Sie liegen voller Vertrauen mitten in den Menschenmengen. Keiner tritt sie oder jagt sie weg. Sie bekommen die Fischabfälle und sind damit anscheinend zufrieden.

Sonntag, 29. 12.

Sao Pedro, ein Dorf am Ende der Welt

Heute planten wir einen Ausflug zu der herrlichen Bucht von Sao Pedro. (Reiseführer)

Dorthin kommt man mit einem Aluguer (Gemeinschafts“taxi“, meist ein Pick up mit Sitzen auf der Ladefläche oder ein kleiner Bus) oder einfacher mit dem Shuttlebus der Hotelanlage Foay Branca.

15 Minuten Fahrt durch eine staubtrockene Ebene, die von bizarren Hügeln flankiert wird. Ein paar graugrüne Büsche versuchen Farbe in diese Landschaft zu bringen. Vorbei an dem kleinen Flugplatz erwartete uns nun eine tolle Bucht mit hellgelben feinen Sand. Links liegt das Dorf Sao Pedro, rechts die Hotelanlage, hübsch gestaltet und bepflanzt. Am Strand ein Wind-Surf-Verleih.

Ich freute mich schon auf eine gemütliche Zeit an diesem tollen Strand, lesen, baden, faulenzen. Aber der hier immer heftige Wind peitschte den Sand so heftig in Richtung Wasser, daß er einem beim Laufen die Hornhaut von den Sohlen schmirgeln könnte. Die Felsen am Ende der Bucht, die wir nun hoffnungsvoll ansteuerten, boten keinen Schutz. Im Gegenteil! Hier wehte der Sand in wilden Kreisen und in Sekunden waren Gesicht und Haare voll und im Mund knirschte es vernehmlich. Schauen wir uns halt das Dorf an. Wandern an der Wasserkante macht immer Spaß. So auch hier, nur daß ich halb taub von dem heulenden Wind war. Zwei Frauen, die uns gefolgt waren, suchten Schutz in einem kleinen Bar/Restaurant-Pavillon. Wir hinterher. Der erste Shuttlebus zurück nach Mindelo fuhr um 15 Uhr. Bei nettem Geplauder mit den beiden Damen, sie erkundeten und bewanderten die Kapverden mit Studiosus, und einem total leckeren Mittagessen, bestehend aus gebratenem Fisch, Pommes und Reis, mit einer scharfen und einer köstlich kräutrigen Soße, verging die Zeit.

Auf dem Rückweg am Strand erwischte mich noch eine freche Welle aber in ein paar Minuten hatte der warme Wind Hose und Tasche wieder getrocknet.

Zwei Flugzeuge waren in der Zwischenzeit gelandet. Vor dem Hotel, beim Warten auf das Shuttle, wurden zwei Busladungen blasser, müder Menschen angeliefert, fröhlich begrüßt von vier karnevalistisch gewandeten Hotelangestellten, die eine Art Formationstanz hinlegten und die neuen Gäste lautstark willkommen hießen. Die Gesichter der Leute waren sehenswert!!!

Ich frage mich, was sie dort eine Woche oder mehr machen. Die Bucht ist ein Windsurfparadies, aber der starke Wind erfordert schon ein richtiges Können. Nichts für Anfänger, denke ich.

Meine Fotos zeigen die Schönheit der Bucht, evtl. wie in einem Reiseprospekt, die im Rohbau dahinter.stehenden Häuser schmälern diese schon etwas.Das Dorf ist klein. Es gibt ein paar schöne Häuser, aber viele sind verfallen, teils bewohnte und unbewohnte Ruinen. Die Armut ist überall deutlich spürbar.

 

 

 

Dienstag, 31. Dezember

Silvester

Die Tage vergehen. Mit der Stadt Mindelo haben wir uns gut angefreundet.

Morgens → Besuch des Fischmarkts, immer! dann Gemüse- oder Supermarkt. Gestern war ich Wäsche waschen. Jetzt ist alles wieder sauber, auch unsere Salzwasser durchweichten Kissen.

Die Stadt ist voller Menschen, man hat immer etwas zu gucken. Das defekte Fischerboot (siehe Fotos vom 28. 12.), das repariert und wieder neu aufgebaut wurde, liegt nun weiß gestrichen am Strand. Die neuen Holzlatten wurden mit Harz und Sand versiegelt, das Ganze laminiert und frisch gestrichen. Jetzt noch ein letzter Anstrich und es sieht aus wie neu.

Zurück im Hafen: ein bißchen arbeiten, ein wenig lesen. Die Robinhome und die Charlotte sind eingelaufen. Mit unseren bayerischen Nachbarn von der Sapphire kommen wir gut klar . An unserem Steg liegt neben Unserer noch eine Van de Stadt (44 Fuß) die wir besichtigen konnten. 3 m mehr Schiff als SPICA.

Rosi und Klaus sind immer noch unterwegs. Wir erwarten sie morgen Vormittag.

Heute haben wir auf dem Fischmarkt Schwertfisch gekauft. 1 kg für 500 ECV. Ein hiesiger Restaurantbetreiber oder das Oberhaupt einer riesigen Familie hat uns beraten. Er hatte einen 10 l Eimer voller verschiedener Fische, in den er noch 2 große Stücke des genannten Schwertfischs versenkte. Bei uns gibt es Diesen an Neujahr, mit kleinen Kartoffeln und Gurkensalat.

Wir wünschen Euch Allen einen guten Rutsch und ...